Bauabfallentsorgung / Bauabfall Entsorgung

Informationen zum Thema Bauabfall

Entsorgungskonzept

Mit der Erstellung eines Entsorgungskonzeptes erhält der Bauherr eine übersichtliche Planung. Bei einer Begehung werden alle Bauabfallarten schriftlich erfasst, die zu entsorgenden Mengen werden geschätzt und notiert. So kann im Vorfeld bestimmt werden, wie mit den anfallenden Materialien umzugehen ist, und es kann kalkuliert werden, welche Kosten die Entsorgung verursachen wird.

Bei Unklarheiten stehen dem Bauherrn offizielle Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung, er kann sich an die kommunale Abfallberatungsstelle seiner Stadt oder Gemeinde wenden. Diese wird bei Fragen zur Entsorgung behilflich sein und ihm auf Anfrage Adressen von Entsorgungsfachbetrieben in der Nähe nennen können.

 

Voruntersuchungen

Bei einer oben beschriebenen Baumaßnahme fallen die unterschiedlichsten Bauabfälle wie z. B. Holz aus dem Dachstuhl, aus Treppen, Fenstern und Türen, Dachziegel oder Dachpappe sowie Mauerwerk aus Beton oder Ziegel an.

Wenn der Verdacht besteht, dass bestimmte Materialien des Bauabfalls mit Schadstoffen belastet sein könnten, muss eine Beprobung durchgeführt werden. Falls also Zweifel an der Zusammensetzung oder Herkunft des Baumaterials bestehen, sollte zur Abklärung ein Sachverständiger hinzu gezogen werden, der das Material auf eine mögliche Kontamination hin untersucht.

Der Fachmann nimmt gegebenenfalls eine Einstufung der belasteten Abfälle vor, welche auf der Grundlage der „Verordnung zur Umsetzung des Europäischen Abfallverzeichnisses“ erfolgt. Die Klassifizierung geschieht an Hand von einem sechsstelligen Abfallschlüssel, wodurch der Abfall einer bestimmten Kategorie zugeordnet wird. Abfallarten, die mit einem Sternchen ( * ) versehen sind, gelten als gefährliche und damit besonders überwachungsbedürftige Abfälle.

Eine ordnungsgemäße und korrekte Einstufung des Bauabfalls ist Voraussetzung für die fachgerechte Entsorgung, bzw. Wiederverwertung.